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Ausländerrechtliche Verfahren

Wichtige Einreisebestimmungen

Einreise und Aufenthalt

Sie möchten sich in Deutschland mit Ihrem Unternehmen niederlassen und sich einen ersten Überblick bezüglich Einreise, Aufenthalt und Rahmenbedingungen verschaffen? Dann können Sie auf den unten angeführten Websites erste Informationen erhalten.

Einreise

Schengen-Visum ("Business Visum" – Kurzaufenthalt bis zu 90 Tage)

Sie kommen aus einem Nicht-EU-Land und möchten Deutschland für eine Geschäftsreise besuchen? Dann müssen Sie bei der deutschen Vertretung in Ihrem Heimat- oder Residenzland ein Schengen-Visum beantragen. Für einzelne Länder ist die Visumpflicht aufgehoben. Eine aktuelle Liste der Länder ohne Visumpflicht finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

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Mit einem Schengen-Visum (auch Business-Visum genannt) können Unternehmerinnen und Unternehmer die ersten Schritte zur Gründung eines Unternehmens durchführen. Allerdings berechtigt ein Schengen-Visum Sie nicht dazu, in Deutschland eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder ein Geschäft zu führen.

Das Schengen-Visum erlaubt Ihnen in alle sogenannten "Schengen-Länder" zu reisen. Alle diese Länder verzichten untereinander auf Reisepass- oder Einreisekontrollen, was die Reise in ein anderes Land sehr einfach und komfortabel macht.

Wichtige Dokumente, die Sie für die Beantragung des Schengen-Visums benötigen, sind:

  • eine schriftliche Einladung nach Deutschland von einem deutschen Geschäftspartner
  • Nachweis über die Existenz Ihres Unternehmens
  • Nachweis des Arbeitgebers über das Beschäftigungsverhältnis
  • ein Beleg der bisherigen Geschäftsaktivitäten
  • Bankauszüge der letzten 3–6 Monate
  • detaillierte Angaben zur geplanten Geschäftsreise, Nachweis über die Finanzierung der Geschäftsreise sowie Angaben und Belege zur Reiseroute (z. B. Flugtickets, Hotelbuchungen)
  • Nachweis über eine Reisekrankenversicherung; die Deckungssumme muss mindestens 30.000 Euro betragen.

Detaillierte Auskunft über die einzureichenden Unterlagen geben die jeweiligen deutschen Vertretungen in Ihrem Heimat- oder Residenzland.

Weitere wichtige Informationen finden Sie unter folgenden Links:


Aufenthaltserlaubnis

Sie möchten in Düsseldorf als Geschäftsführerin bzw. Geschäftsführer oder als Angestellte bzw. Angestellter dauerhaft erwerbstätig werden?

Dann benötigen Sie, sofern Sie nicht aus einem EU-Staat kommen, eine Aufenthaltserlaubnis. Mit der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis wird zugleich in einem Verfahrensweg die eventuell notwendige Arbeitsgenehmigung beantragt. Hierzu müssen Sie bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) im Heimatland oder im Land des Wohnsitzes (Residenzland) ein nationales Visum beantragen.

Für ausgewählte Herkunftsländer wie Australien, Israel, Japan, Kanada, Südkorea oder die USA besteht auch die Möglichkeit, die Aufenthaltsgenehmigung direkt bei der kommunalen Ausländerbehörde in Düsseldorf zu beantragen. Eine Übersicht über die Länder, für die keine Visumpflicht besteht, finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.


Aufenthaltserlaubnis für Nicht-Selbständige - Blue Card

Sie haben einen Arbeitsvertrag bei einem Unternehmen in Düsseldorf / Mettmann unterschrieben und möchten für die Aufnahme Ihrer Erwerbstätigkeit einreisen? Sie verfügen bereits über einen Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland? Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Beantragung einer Blauen Karte / Blue Card für Sie interessant sein, wie:

  • ein abgeschlossener Hochschulabschluss. Wenn der Abschluss nicht in Deutschland erworben wurde, muss je nach Hochschule und Studienfach eine Zeugnisbewertung durchgeführt werden. Ob Ihr Abschluss in Deutschland anerkannt ist, können Sie in der Datenbank Anabin erfahren
  • ein abgeschlossener Arbeitsvertrag oder ein verbindliches Arbeitsplatzangebot mit einem bestimmten jährlichen Bruttogehalt (wird jährlich angepasst):
    • 50.800 Euro
    • Für Mangelberufe: 39.624 Euro. Das betrifft z. B. Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler, Mathematikerinnen und Mathematiker, Ingenieurinnen und Ingenieure etc. In diesem Fall muss die Agentur für Arbeit prüfen, ob die Bedingungen im Vergleich zu inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern identisch sind. Wenn der Hochschulabschluss in Deutschland erworben wurde, ist eine Zustimmung der Bundesagentur nicht nötig.

Eine Blue Card erteilt die lokale Ausländerbehörde. Wenn Sie aus einem visumpflichtigen Drittland einreisen, müssen Sie zunächst ein Visum für eine Arbeitsaufnahme beantragen. Sollten Sie bereits seit mindestens 18 Monaten im Besitz einer Blue Card eines anderen EU-Mitgliedstaates sein, können Sie in Deutschland ebenfalls eine Blue Card erteilt bekommen.

Die Blue Card kann bis zu vier Jahre gültig sein, wenn der Arbeitsvertrag eine entsprechende oder längere Laufzeit aufweist. Ansonsten wird die Blue Card für die Dauer des Vertrags zuzüglich drei Monate ausgestellt. Innerhalb der ersten zwei Jahre ist ein Arbeitsplatzwechsel nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde und gegebenenfalls der Agentur für Arbeit möglich.

Die Familienangehörigen einer Blue Card-Inhaberin bzw. eines Blue-Card-Inhabers haben auch ohne Deutschkenntnisse einen Anspruch auf Aufenthaltstitel zuzüglich Arbeitsgenehmigung.

Wichtige Dokumente, die Sie für die Beantragung der Blue Card benötigen, sind u.a.:

  • Pass
  • biometrisches Foto in den Maßen 35mm X 45 mm auf weißem Hintergrund
  • Hochschulabschlusszertifikat
  • Arbeitsvertrag oder verbindliches Arbeitsplatzangebot
  • ausgefülltes Formular "Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels"
  • Formular "Antrag auf Erlaubnis einer Beschäftigung" (nur notwendig, wenn die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich ist)
  • Formular "Stellenbeschreibung" (notwendig, wenn Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich ist)

Aufenthaltserlaubnis für Selbständige

Eine wichtige Grundlage für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist Ihr Geschäftskonzept bzw. Businessplan. Wichtig ist dabei:

  • die Realisierbarkeit der zugrunde liegenden Geschäftsidee
  • die unternehmerische Erfahrung der jeweiligen ausländischen Geschäftsführerin bzw. des Geschäftsführers 
  • die Höhe der Investition und des zur Verfügung stehenden Kapitals
  • die Anzahl der neu entstehenden Arbeitsplätze
  • das wirtschaftliche Interesse oder regionale Bedürfnis an Ihrer beabsichtigten Tätigkeit

Für die Antragstellung müssen Sie die folgenden Dokumente bei der deutschen Vertretung in Ihrem Heimat- oder Residenzland einreichen:

  • Antragsformular (zu finden auf der Webseite der deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland)
  • gültiger Reisepass (mindestens für 6 Monate)
  • aktuelles biometrisches Foto
  • Meldebescheinigung
  • Lebenslauf
  • Nachweis von Qualifikationen
  • Nachweis der finanziellen Deckung des Unternehmens
  • Nachweis des Lebensunterhaltes
  • Nachweis über eine Krankenversicherung
  • Gesellschaftsvertrag des deutschen Unternehmens oder Handelsregisterauszug
  • Nachweis über das Stammkapital des zu gründenden Unternehmens
  • Altersvorsorge (wenn älter als 45)
  • umfassender und detaillierter Businessplan einschließlich fundierter Finanzen

Die Liste der notwendigen Unterlagen kann von Land zu Land variieren. Daher ist diese Übersicht nicht vollständig oder rechtsverbindlich. Sie sollten sich unbedingt bei der deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland erkundigen, welche spezifischen Anforderungen in Ihrem Fall bestehen.

Nach Antragstellung in Ihrem Heimatland, wird die Ausländerbehörde informiert und gemeinsam mit der IHK und der jeweiligen kommunalen Wirtschaftsförderung um eine Stellungnahme zu Ihrem Antrag gebeten. Die Bearbeitungszeit kann bis zu 3 Monate betragen.

Haben Sie Ihr Visum von der deutschen Auslandsvertretung erhalten, müssen Sie innerhalb von 3 Monaten nach der Einreise nach Deutschland Ihr Visum durch die Aufenthaltserlaubnis ersetzen lassen.

Folgende Schritte sind dafür notwendig:

  1. Termin bei der Ausländerbehörde vereinbaren.
  2. Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden. Dafür ist der Mietvertrag für die Wohnung vorzulegen.
  3. Persönliches Erscheinen bei der Ausländerbehörde am vereinbarten Termin, da Fingerabdrücke für die Aufenthaltskarte genommen werden.

Diese Unterlagen müssen Sie zum Termin mitbringen:

  • gültiger Reisepass
  • aktuelles biometrisches Foto
  • Nachweis über eine Krankenversicherung (keine Reiseversicherung)
  • Nachweis des Lebensunterhaltes
  • Businessplan einschließlich Finanzplan

Nach 3–5 Wochen können Sie den elektronischen Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde abholen. Dies kann auch eine Vertreterin bzw. ein Vertreter mit Vollmacht für Sie erledigen.